Tech Guide: Enduro Motocross Fahrwerk einstellen und abstimmen

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Tech Guide: Enduro Motocross Fahrwerk einstellen und abstimmen

Die richtige Fahrwerkseinstellung ist entscheidend für ein leichtes Handling auf der Strecke oder im Gelände. Deshalb beschäftigt dieses Thema Motocross- und Enduro-Fahrer gleichermaßen immer wieder. Man ist ständig auf der Suche nach der „optimalen“ Abstimmung.
Das Handbuch des Motorrads gibt meist wenig Auskunft über Einstellungen und derer Auswirkungen. Man findet zumeist nur eine Grundeinstellung welche allerdings nicht immer auf den Fahrer und die Strecke zugeschnitten ist. In den Folgenden Zeilen bekommst du einen kurzen Einblick wie die Komponenten im Zusammenspiel funktionieren und wie du deine Maschine richtig einstellen kannst.

Anpassen der Federrate an das Fahrergewicht

Die Federrate und deren Vorspannung bestimmen die Härte des Stoßdämpfers.
Sie müssen auf das Fahrergewicht abgestimmt sein. Da die Soll-Werte des statischen und statistischen Fahrdurchhangs vom Motorradtyp und Funktionsprinzip des Stoßdämpfers abhängen, gehen Sie hier am besten wie in Ihrem Handbuch beschrieben vor. Der angestrebte Fahrdurchhang sollte in der Mitte des vorgegebenen Verstellbereichs liegen. Z.B. bei 90mm bis 100mm sollten Sie 95mm einstellen. Bitte achten Sie darauf, dass in jedem Fall die Federrate und Vorspannung Ihrem Fahrergewicht entsprechen, da weder Druck- noch Zugstufendämpfung die Aufgabe der Feder übernehmen kann.

Richtigen Federrate und Federvorspannung der Gabel

Die Gabelfeder ist weniger vom Fahrergewicht abhängig als die Stoßdämpferfeder.
Zwar spielt das Fahrergewicht hier auch eine gewisse Rolle, wichtiger ist
jedoch noch die Größe des Fahrers und dessen Fahrverhalten. Auch hier
unterscheiden sich die Soll-Werte von Hersteller zu Hersteller. Deshalb sollten Sie auch hier nach den Vorgaben Ihres Handbuchs vorgehen. Manche Hersteller
machen keine Angaben über die richtige Rate und Vorspannung der Gabelfedern. Für diesen Fall ermitteln Sie den Unterschied zwischen komplett entlastetem und nur mit dem Motorrad-Gewicht belasteten Vorderrad. Dieser sollte ca. 30 bis 35 mm betragen. Diesen Wert kannst du allerdings nur als Anhaltspunkt verwenden.

Grundsätzlich ist es am Wichtigsten, dass am Stoßdämpfer und in der Gabel die richtige Feder für Ihr Gewicht eingebaut ist.
Serienmäßig gehen die meisten Hersteller von einem Fahrergewicht (inkl. Ausrüstung) von 75 kg aus. Ist der Fahrer schwerer oder leichter sollten auch entsprechend andere Federn eingesetzt werden.

Welche Federrate (Härte) für dein Gewicht die Richtige ist, findet ihr hier: FMB-Moto-Berechnungstool

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Gabel überstand auf mittlere Position einstellen

Ebenfalls entscheidend für das Fahrverhalten des Motorrads ist der Überstand der Gabel. Wie dieser verstellt wird und den Verstellbereich ist im Handbuch beschrieben, für die Grundeinstellung empfiehlt sich eine mittlere Position.

Was ist der Gabel überstand?

Hiermit wird der Überstand bezeichnet in wie weit du die Gabelholme durch die Gabelbrücke nach oben schiebst. Der minimale überstand ist wenn der Holm mit der Gabelbrücke oben bündig ist, der maximale ist meist durch nuten im Holm gekennzeichnet. Der maximale überstand beträgt meist um die 10 mm.

Bringe dein Bike in die Grundeinstellung

Natürlich macht es keinen Sinn sein Fahrwerk auf Grundeinstellung zu bringen mit dem vorhaben es für eine Strecke oder Bodenverhältnisse zu optimieren wenn demnächst der Service ansteht.

Einen Fahrwerksservice bekommst du natürlich auch bei uns.

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Hier gehts zu den Preisen

Ausgangspunkt für alle Einstellarbeiten am Fahrwerk ist die Grundeinstellung, diese ist im jeweiligen Betriebshandbuch beschrieben. Hierbei stellt man den Durchhang, Gabel überstand sowie Zug- und Druckstufe der Gabel und des Federbeins auf die angegebenen Standardwerte. Die meisten Sportmotorräder verfügen über eine Zug- und Druckstufen-Verstellung an Gabel und Stoßdämpfer.
Bei manchen Modellen ist die Druckstufen-Dämpfung des Federbeins in High- und Lowspeed unterteilt.

So weit so gut

Im ersten Schritt hast du nun das Motorrad in seiner Härte auf Ihr Gewicht abgestimmt und die übrigen Verstellmöglichkeiten in die Standardposition gebracht. Damit ist die Basis für die Abstimmung des Motorrads auf unterschiedliche Streckenprofile und Bodenbeschaffenheiten erreicht.

Im folgenden erfährst du, wie die einzelnen Komponenten funktionieren und wie sich Änderungen der Einstellung auswirken.

 


 

Funktoinsweisen

Was wirkt sich wie aus

Feder-Vorspannung Stoßdämpfer

Bei Erhöhung der Vorspannung erhöht sich der Gegendruck, der durch die Feder erzeugt wird. Was dazu führt, dass das Motorrad während der Fahrt hinten höher steht. Das Heck wird sich härter anfühlen.
Ein weiterer Effekt ist, dass durch das höhere Heck mehr Druck auf das Vorderrad aufgebaut wird. Dadurch wird sich der Geradeauslauf verschlechtern und die Handlichkeit in den Kurven verbessern.

Senkt man die Vorspannung, senkt sich auch der Gegendruck der Feder.
Das Heck steht während der Fahrt niedriger, fühlt sich weicher an und das Motorrad läuft besser gerade aus. Dafür bezahlt man mit weniger Handlichkeit in den Kurven.

Gabelfeder

Die Gabelfedern bestimmen ebenfalls die Härte der Gabel, sind aber nicht so entscheidend abhängig vom Fahrergewicht, sondern auch von der Größe des Fahrers und dessen Fahrstil. Grundsätzlich kann man auch hier die Vorspannung erhöhen und senken. Dies geschieht un den meisten Fällen durch entweder Unterlegscheiben aus Kunststoff oder durch eine Einstellschraube.

Bei Erhöhen der Vorspannung wird der Geradeauslauf verbessert. Die Handlichkeit in Kurven nimmt ab. Insgesamt wird sich die Gabel härter anfühlen.

Bei Senken der Vorspannung verbessert sich die Kurvenhandlichkeit. Der Geradeauslauf nimmt ab. Insgesamt wird die Gabel weicher und sackt weiter ein.

 

Druckstufendämpfung

Im Dämpfer und der Gabel selbst fließt das Gabelöl durch die Ventile die für Druck-bzw. Zugstufendämpfung zuständig sind.
Beim Einfedern (Drücken) fließt das Öl durch das Druckstufenventil. Da dieses Ventil eine mittels einer konischen Nadel über die Einstellschraube verengt werden kann, wird beim schleißen der Nadel die Einfederbewegung verlangsamt bzw. gedämpft. Mit der Druckstufenverstellung kann man den offenen Querschnitt dieses Ventils verengen oder erweitern und damit die Einfedergeschwindigkeit verlangsamen oder beschleunigen.

Ein Schließen des Druckstufenventils bewirkt, dass der Dämpfer weniger sensibel auf Bodenunebenheiten anspricht, weil er langsamer einfedert.
Deshalb spricht man auch von einer langsamen Druckstufe, bzw. einer harten Druckstufe, oder von einer geschlossenen Druckstufe.

Ein Öffnen der Druckstufendämpfung bewirkt das Gegenteil. Der Dämpfer wird schneller einfedern und sich damit weicher anfühlen.

 

Manche Dämpfersystem verfügen über Highspeed- und Lowspeed-Druckstufenverstellung. Im Prinzip ist für den „normalen“ Betrieb das Lowspeed-Ventil verantwortlich und für einzelne, harte Unebenheiten bzw. Landungen das Highspeed-Ventil.

 

Zugstufendämpfung

Bei der Zugstufendämpfung verhält es sich im Prinzip wie bei der Druckstufe, nur das hier das Ausfedern (Ziehen) des Dämpfers gebremst wird.

Ein Öffnen der Zugstufendämpfung bewirkt also schnelleres Ausfedern. Das kann wichtig sein, wenn Unebenheiten kurz hintereinander kommen und der Dämpfer schnell komplett ausfedern muss, damit der volle Federweg bei der nächsten Welle wieder zur Verfügung steht.

Ein Schließen der Zugstufendämpfung bewirkt, dass die Ausfederung langsamer erfolgt. Diesen Effekt nutzt man, wenn Wellen weiter auseinander liegen und man verhindern möchte, dass der Dämpfer beim Ausfedern hochspringt.

 

Luftkammer der Gabel

Die Menge des Öls in der Gabel, bzw. vielmehr die Höhe der Luftkammer beeinflusst das Verhalten im letzten Drittel des Federwegs, also hauptsächlich bei Landungen, wenn das Luftpolster in der Gabel stark komprimiert wird. Öl lässt sich hingegen nicht komprimieren.

Bei Erhöhen der Luftkammer, bzw. senken des Ölstands wird die Gabel im letzten Drittel weicher, weil mehr Luftvolumen zur Komprimierung zur Verfügung steht. Verringert man das Volumen der Luftkammer, bzw. erhöht man den Ölstand erhält man den umgekehrten Effekt.

 

Ölviskosität

!Achtung! Die folgende Anweisung bezieht sich nur auf die Gabel, nicht auf den Stoßdämpfer.
Öffnen Sie niemals selbst einen Stoßdämpfer, da dieser unter Druck steht und Sie sich ernsthaft verletzen können! Überlassen Sie Wartungsarbeiten an einem Stoßdämpfer einer Fachwerkstatt!

Wie bereits beschrieben, erfolgt die Dämpfung des Ein- und Ausfederns durch Öl, dass durch Ventile gepumpt wird. Durch die Viskosität des Öls kann das
Ansprechverhalten der Gabel beeinflusst werden. Dünneres Öl macht die Gabel weicher und sensibler. Dickeres Öl bewirkt das Gegenteil.

Alles nützliche zur Öl-Viskosität findet ihr in unserem Tech Guide: Gabel Öl und Viskosität

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Gabelüberstand

Als Gabelüberstand bezeichnet man den überstand der Gabel aus der oberen Gabelbrücke, auf den meisten Gabeln sind zur Orientierung kleine Nuten eingedreht um den Überstand besser bestimmen zu können ohne messen zu müssen.

Hier hat man die Möglichkeit, dass Fahrverhalten des Motorrads auf den Geraden und in Kurven zu beeinflussen.
Augenscheinlich mögen Änderungen zunächst unwichtig erscheinen, da es sich schließlich nur um ein paar Millimeter handelt. Beim Fahren werden Sie diese Veränderung jedoch sofort spüren.

Ein niedriger Überstand der Gabel bedeutet eine Verlängerung des Radstand und eine Verlagerung des Schwerpunkts nach hinten. Da „Länge läuft“ erhalten Sie einen besseren Geradeauslauf. Die Kurvenwilligkeit nimmt ab.

Ein hoher Überstand verkürzt der Radstand und bringt den Schwerpunkt in Richtung Vorderrad. Das hat zur Folge, dass das Motorrad kurvenwilliger, aber auf den Geraden unruhiger wird.

Das Tolle an der Verstellung des Gabelüberstands ist, dass man dabei keine Veränderung des Dämpfungskomforts in kauf nehmen muss.

 


 

Einstellen auf die Strecke

Nachdem die Grundeinstellung vorgenommen und die Funktionsweise des Fahrwerks verstanden wurde, können wir an die Anpassung der jeweiligen
Strecken-Gegebenheiten gehen. Hier hängt sehr viel vom Gefühl und dem Fahrstil des Einzelnen ab. Wir wollen hier jedoch dem Einsteiger eine Orientierungshilfe geben. Ausgangspunkt ist immer die Standardeinstellung:

 

Einstellen auf die Bodenverhältnisse

Die erste Gegebenheit auf die man sein Fahrwerk einstellen sollte ist die Beschaffenheit des Bodens. Eine grobe Unterscheidung ist zunächst in Hart
und Weich möglich.

Bei hartem Boden benötigen Sie ein weiches Fahrwerk, das harte Stöße ausgleicht. Unebenheiten, wie z.B. Bremswellen liegen sehr eng beieinander und machen somit ein schnelles Arbeiten des Fahrwerks notwendig.

 

Beispiel Einstellung für harten Boden:

Druckstufe Stoßdämpfer: zunächst ein wenig offnen, damit die Einfederbewegung etwas schneller geht und Unebenheiten schnell vom Dämpfer absorbiert werden können.
Zugstufe Stoßdämpfer: öffnen, damit der Dämpfer nach jeder Unebenheit schnell wieder ausfedert und somit der komplette Federweg für den nächsten Stoß wieder zur Verfügung steht. Sollten viele Stöße kurz hintereinander folgen, kann es sein, dass die Zugstufe sehr weit geöffnet werden muss, damit der Dämpfer schnell arbeitet.
Druckstufe Gabel: öffnen, damit auch hier die Unebenheiten beim Einfedern geschluckt werden.
Zugstufe Gabel: etwas öffnen, damit die Gabel schneller ausfedert um den kompletten Federweg für den nächsten Stoß zur Verfügung zu haben.

Bei weichem Boden wie z.B. Sand ist ein härteres Fahrwerk notwendig, dass
straff gegen den Rollwiederstand des Bodens läuft. Da bei Sandstrecken Wellen auch weiter auseinander liegen, ist ein Fahrwerk, dass langsamer arbeitet besser zu fahren.

 

Beispiel Einstellung für weichen Boden:

Druckstufe Stoßdämpfer: schließen. Der Stoßdämpfer muss durch den Rollwiederstand des weichen Sandes laufen, ohne sofort einzufedern.
Zugstufe Stoßdämpfer: schließen, damit ein zu schnelles Ausfedern nicht zum Hochkicken des Hecks führt
Druckstufe Gabel: schließen, so wird die Gabel daran gehindert bei jedem Sandhäufchen sofort einzufedern. Das Vorderrad wird geradliniger laufen.
Zugstufe Gabel: etwas schließen, das verhindert ein Hochstoßen des Vorderrads.

Für Schlamm gilt die gleiche Einstellrichtung, wie für sandigen Boden. In wie weit die Verstellung erfolgt hängt davon ab, ob unter dem Schlamm fester Boden ist, oder nicht. Ist kein fester Grund vorhanden dreht man das Fahrwerk relativ straff. Sind harte Schläge durch festen Untergrund zu erwarten, stellt man das Fahrwerk nicht so straff ein. Jedenfalls muss noch berücksichtigt werden, dass sich auf dem Motorrad im Laufe der Zeit Schlamm sammeln wird, welcher das Motorrad schwerer macht. Dem wirkt man entgegen, indem man die Federvorspannung an Dämpfer und Gabel erhöht oder zumindest die Druckstufen etwas schließt.

 

Einstellen auf die Streckenführung

Das Streckenprofil lässt sich zunächst in kurvenreich und in schnell mit vielen Geraden unterscheiden.

Kurvige Strecke:
Kurvenreiche Strecken erfordern ein handliches Motorrad mir kurzem Radstand.
Hier empfiehlt es sich den Gabelüberstand zu erhöhen.
Weiterhin besteht die Möglichkeit die Federvorspannung am Stoßdämpfer zu erhöhen. Die gewonnene Wendigkeit bezahlt man hier jedoch mit einem härteren Ansprechverhalten des Dämpfers.

Schnelle Strecke mit vielen Geraden:
Für schnelle Strecken mit langen Geraden benötigt man möglichst viel Geradeauslauf. Das erreicht man durch senken des Gabelüberstands.
Braucht man noch mehr, kann man die Federvorspannung des Dämpfers reduzieren. Als Nebeneffekt wird der Dämpfer weicher.


 

Einstellungen Aufschreiben

Um bessere Schlussfolgerungen ziehen zu können, immer die Einstellungen des Fahrwerks aufnehmen. Das erleichtert auch die Umstellung auf eine Andere Strecke.

 

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