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Erklärung KTM LC4 625 640 660 SLS AGR EPC

Das Sekundär – Luftsystem ( SLS )

Beim SLS wird nach dem Abgasauslass des Motors in die Abgasanlage Frischluft eingebracht. Damit sollen unvollständig verbrannte Brennstoffreste im Abgas vollständig verbrannt werden. Eine Regelung des SLS wird zum Beispiel durch ein Unterdruckventil vorgenommen, welches durch den Unterdruck im Ansaugtrakt zwischen Drosselklappe und Motor beeinflusst wird (oder aktiv geschaltet wird wie bei der KTM). Bei PKWs wird das SLS auch zur beschleunigten Erwärmung des Katalysators nach dem Kaltstart benutzt, um so schneller den vollen Wirkungsgrad zu erreichen.

FUNKTIONSWEISE:

Die heißen Auspuffgase durchströmen den Auslaßkanal (1) bei geöffnetem Auslaßventil mit
hoher Geschwindigkeit. Bedingt durch die Strömungsverhältnisse im Auslaßkanal, sowie
dem Einfluß des gesamten Auspuffsystems auf die ausströmenden Gase kommt es zum
zeitlich begrenzten Druckabfall im Auslaßkanal (Unterdruck).
Während dieser zyklischen Unterdruckphasen öffnet das Sekundär-Luft-Ventil (2), wodurch
über die Leitung (3) den heißen Auspuffgasen, Luftsauerstoff zugeführt wird.
Das Sekundär-Luft-Ventil unterbricht bei höheren Drehzahlen die Luftsauerstoff-Zufuhr,
um ein Überhitzen des Katalysators zu verhindern. Außerdem unterbindet das
Sekundär-Luft-Ventil ein Rückströmen der Auspuffgase in den Luftfilterkasten (4).

Das Steuerventil (ASV) (5) unterbricht im Schiebebetrieb (hoher Unterdruck im Ansaugkanal)
die Luftzufuhr in den Auspuffkanal, um ein mögliches Auspuffknallen zu verhindern.

Gesteuert wird das Steuerventil über eine Steuerleitung (6). Diese Steuerleitung überträgt den
Unterdruck vom Ansaugkanal (7) auf das Steuerventil.
Im Normalbetrieb ist das Steuerventil geöffnet (geringer Unterdruck im Ansaugkanal).

Die Reaktion des Luftsauerstoffes mit den Schadstoffanteilen der Abgase
(CO – Kohlenmonoxid und HC – Kohlenwasserstoff), führt zu einer
Schadstoffreduzierung von ca. 50%. Der Einsatz eines Katalysators führt in Verbindung
mit dem SLS zu einer weiteren drastischen Schadstoffabsenkung.


Abgasrückführung (AGR):

Ein Teil des Abgases wird durch ein Rohr mit Steuerventil (Abgasrückführungsventil) wieder der Frischluft zugemischt (externe AGR) oder Abgas wird bei Kolbenmaschinen in den Ansaugbereich zurückgeschoben (interne AGR). Durch die höhere Wärmekapazität des Abgases in Vergleich zu Luft wird die Verbrennungtemperatur abgesenkt und es entstehen weniger Stickoxide. Anhand dieser Maßnahme erhöht sich der Anteil von Kohlenmonoxid und unverbrannten Kohlenwasserstoffen. Dieser kann aber durch einen Abgaskatalysator wieder verringert werden. Eine noch bessere Reduktion von Stickoxiden kann erreicht werden, wenn das Abgas, durch einen Abgasrückführungskühler, vor der Beimengung noch gekühlt wird. Diese Kühlung wird aufgrund der zusätzlichen Kosten nur bei leistungsstärkeren, teureren Motoren durchgeführt. Die interne AGR wird über verstellbare Nockenwellen gesteuert.

Zweiteres (=AGR) hat die KTM definitiv (noch) nicht!!! AGR derzeit bei Dieselmotoren und Benzin-Direkteinspritzern verbreitet. Bei Motoren eben, die sehr mager laufen, zur Reduktion von NOx.

Lass doch das SLS, es schadet doch nicht. Im Gegenteil.
Außer Gewichtsersparnis bringts eigentlich nicht.


Das Electronic Power System (EPC)

Hauptbestandteile des EPC-Systems:
Gleichdruckvergaser (MIKUNI BST 40)
EPC-Steuergerät
Magnetventil
2 Kontaktschrauben am Motor
Mikroschalter am Gleichdruckvergaser

FUNKTIONSWEISE:


Im normalen Fahrtbetrieb ist das EPC-System außer Funktion.
Wenn im zweiten oder dritten Gang bei einer Geschwindigkeit von 45 – 55 km/h der Gasgriff
voll aufgedreht wird, aktiviert sich das EPC-System. Das EPC-Steuergerät öffnet dabei das
Magnetventil, wodurch eine dosierte Menge Frischluft auf die Oberseite der Schiebermembrane
des Gleichdruckvergasers gelangt. Dadurch wird die Öffnungsgeschwindigkeit des Schiebers
reduziert. Dies bewirkt eine Senkung der Betriebsgeräusche des Motorrades.

[Gesamt:2    Durchschnitt: 5/5]