KRKA Enduro Raid erster Einsatz der Beta Xtrainer 300

KRKA Enduro Raid Video

Der KRKA Enduro Raid 2016 

Der KRKA Enduro Raid ist ein Hobby-Enduro-Rennen im Umland von Primosten direkt am Meer.
Bewährungsprobe für die Beta Xtrainer 300.

Dieser Raid ist kein Rennen im eigentlichen Sinn, viel mehr eine offene Veranstaltung. In der Hobby-Enduristen zwei Tage Rennluft schnuppern und ihrer Leidenschaft mehrere Tage ungestört nachgehen können. Der Veranstaltungsort liegt in Kroatien genauer gesagt an der malerischen Küste von Primosten ca. 80 km Nordwestlich von Split.

Der KRKA Enduro Raid, das Rennen selbst läuft über 2 Tage an denen man eine bestimmte Strecke befahren muss. Zusätzlich gibt es noch die Sektionen mit vorgegebenen Schwierigkeitsgraden (easy, mid und hard)  die man absolvieren kann, wenn man das mag. Diese Strecke kann man mittels einem GPS-Gerät selbst navigieren oder man folgt den mit Bändern und Pfeilen markierten Strecken. An den zwei Fahr Tagen sind jeweils zwei Timetracks bezeichnet, diese Tracks sind im Schwierigkeitsgrad Medium und werden zur allgemeinen Wertung genutzt. Als Zusatz gibt es noch das KRKA-Discovery, welches in den Tagen zuvor statt findet. Beim Discovery bekommt man am Tag des Briefings eine Karte mit Wegpunkten auf sein eigenes GPS-Gerät geladen. Die zu absolvierende Strecke ist ca 180 km lang, hierzu aber später mehr.

 

30.04.2016
Anreise nach Primosten zum KRKA Enduro Raid

Nach ca. 11 Stunden Fahrtzeit von Rosenheim auch sind wir schließlich in Primosten bzw. auf dem Campingplatz Adriatiq welcher auf der TRX-Raid Homepage vorgeschlagen wurde angekommen. Nachdem wir uns bei der Rezeption angemeldet und unsere Ausweise hinterlegt hatten durften wir uns eine Parzelle aussuchen und haben unsere Fahrerlager aufgeschlagen. Sobald das nötigste aufgebaut und unsere Camper mit Strom versorgt waren ging es sofort in Richtung Primosten zum Essen. Sobald wir wieder am Campingplatz angekommen waren gab es noch das ein oder andere Bierchen, dann wurde an der Matratze gehorcht.

01.05.2016

Unverhofft kommt oft KRKA Enduro Discovery

Nachdem wir das Discovery-Event auf der Homepage nicht mit gebucht hatten, sind wir eigentlich davon ausgegangen dass wir erst am Freitag, also den ersten Renntag zum fahren kommen. Allerdings haben wir schon am ersten Tag gleich eine nette Bekanntschaft mit Enduro Kollegen gemacht, die den sowohl den Raid als auch die Discovery-Tour mitgefahren sind und auch wieder gebucht haben. Diese hätten sagten uns dass man auch außerhalb der offiziellen Veranstaltung fahren könnte. Wir sollten einfach mal zur Discovery Besprechung mitkommen und uns dann einfach an sie ran Heften wenn das Discovery beginnt.

Also die Xtrainer raus aus der Wo-Mo-Garage und erst einmal das mitgebrachte Mouse montiert, mit dem Rabaconda war das auch gleich passiert. Schrauben wurden noch auf festen Sitz geprüft, alle Flüssigkeiten gecheckt und aufgetankt, wegen mir könnte es gleich los gehen. Aber manchmal muss man sich in Geduld üben, vor allem wenn man eh schon früher zum fahren kommt als gedacht. Nachdem wir fertig waren wurde noch in der Stadt eingekauft, dann gab es noch leckeres vom Grill und natürlich Bier. Selbstredend wurde noch für den nächsten Tag besprochen wo man denn hin fahren könnte.

 

02.05.2016
Die erste richtige Ausfahrt mit der Beta Xtrainer Xtrainer

Nach dem alle ausgeschlafen waren haben wir zu uns wie am Vorabend vereinbart fertig gemacht zu einer kleinen Spritztour. Also raus mit der Xtrainer, rein in die Klamotten und ab in die Pampa. Die Tour ging nach einer kurzen Fahrt in Richtung Primosten gleich direkt auf die für Kroatien typischen mit groben Schotter befestigten Bergstraßen. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit konnte die Xtrainer hier auch gleich einmal ihre Sportliche Seite zeigen, natürlich wurde der Einfahrzeit entsprechend darauf geachtet nicht zu sportlich unterwegs zu sein. Was dem Fahrwerk sehr positiv anzumerken war ist sein immens stabiler geradeaus Lauf welcher sich auch durch den losen Schotter als Untergrund nicht sonderlich beeinträchtigen lässt. So kommt man auch gleich in der ein oder anderen Kurve sehr in Versuchung zu driften.

Alles klar soweit,

beim zurückfahren, am Ende eines Schotterweges, fanden wir uns in einen engen Singletrail mit teils großen Felsen weider. Hier konnte die Xtrainer ihr Potential entfalten. Durch das schon fast spielerische Handling zirkelt man ohne großartig darüber nach zu denken zwischen den Felsen hindurch. Nachdem der Weg bergab nicht mehr weiter ging mussten wir das ganze wieder hoch. Hier zeigte der Drehmoment starke 300ccm 2 takt Motor das er in langsamen technisch anspruchsvollen Passagen zu Hause ist. Bei der Bergauffahrt habe ich das leichte bocken der Federgabel als sehr störend empfunden.

Da ich aber noch keine Einstellungen vorgenommen habe. Wurde das zu diesem Zeitpunkt einfach ignoriert und sich am bloßem fahren erfreut. Nach insgesamt 1,5 Stunden Fahrzeit sind wir wieder am Campingplatz angekommen. Es wurden natürlich noch einmal alle Schrauben sowie Schellen und Muttern auf festen Sitz geprüft. Die Speichen nach der ruppigen Singletrail Auffahrt natürlich auch nachgezogen. Vor allem das Fahrwerk und der Durchhang wurde von mir, nach der auffallend bockigen Auffahrt auf Grundeinstellung gebracht. (alle Einstellwerte zur Beta Xtrainer findet Ihr HIER). Dabei ist schon aufgefallen das keine Grundeinstellung des Fahrwerks vorgenommen wurde und eigentlich nichts zusammen stimmte. Was es bringt wird sich morgen bei der Discovery-Tour zeigen da hab ich ja genug Zeit zum testen.

 

03.05.2016

Das KRKA-Discovery mit Beigeschmack

Die Discovery-Tour ging heute über 182 km quer über die Berge rund um Primosten. Schön waren die Bergfahrten wo man nebenbei das malerische Panorama bis hinunter zum Meer genießen konnte. Fahrerisch anspruchsvoll war die Tour nur wenn man die, mit losem Geröll bedeckten Bergpfade nach Motocross Manier befahren hat. Was diese Veranstaltung durchaus auch für Enduro-Wanderer interessant machen würde. Als unnötig empfand ich die zum Teil Kilometer langen Asphalt-Abschnitte wovon die längste ca. 30 km an der Küste bis nach Primosten zurück führte. Morgen würde diese Strecke CCW (counter clock wise) gefahren. Das sparen wir uns allerdings und erkunden die Gegend nach den im Raid angekündigten „hard“ Passagen.

Das bocken des Xtrainer Fahrwerks wurde mit der Grundeinstellung des Fahrwerks schon wesentlich verbessert. Allerdings hat sich herausgestellt dass das verbaute Technomouse etwas Einfahrzeit benötigt und einen großen Teil dazu beigetragen hat. Nach der heutigen Tour waren auch schon 5 Betriebsstunden auf dem Zähler und somit der erste Ölwechsel fällig. Sonst hat sich die Beta erstklassig fahren lassen. Auch wenn die ca 8 PS die zu einer vergleichbaren Konkurrenz 300er schon spürbar fehlen. Kann man die Xtrainer durchaus sportlich bewegen. Die in meinem Testbericht erwähnte schwer zu betätigende Kupplung hat sich heute auch bemerkbar gemacht.  Mein Kupplungsfinger merkte auch an dass er gut zu tun hatte. In diese Richtung besteht in meiner Werkstatt auf jeden Fall Handlungsbedarf. (siehe: Bike Guide: Ziemlich zäh, die Beta Xtrainer Kupplung). Morgen geht es auf jeden Fall mal auf die Suche nach Singletrials und Steilauffahrten. Ich bin gespannt was wir so alles finden.

 

04.05.2016
Abseits der Wege auf der Suche nach Herausforderung.

Nachdem wir am Vortag beschlossen hatten uns auf die Suche nach einer enduristischen Herausforderung zu machen. Sind wir gleich nach dem Frühstück gegen 10:00 Uhr los gefahren um die Gegend zu erkunden. Nach einiger Zeit herumgeirre, haben wir uns schließlich einen Berg gefunden. An dem eine mit groben Schotter befestigte Straße bis zu einer Funkstation führte. Oben angekommen hatten wir einen wunderbaren Ausblick auf das Meer und die Altstadt von Primosten. An der Seite des Berges ging ein steiniger Pfad bis zu seinem Fuß. Wo sich allem Anschein nach bewirtschaftete Olivenfelder befanden, welche durch zerbröselte Mauern begrenzt waren.

Wir sind also diesen Steinpfad bis nach unten gefolgt, um auf der gegenüberliegenden Seite wieder nach oben zu fahren. Was wir nicht wussten, dass dieser Steinpfad der sich quer von einem Berg zum anderen zog, eine verfallene Mauer war. Also wurde mit viel kundschaften und bester Trial Manier versucht sich auf kürzesten Weg wieder aus dieser Lage zu befreien. Was das dünne Gras welches die darunter liegenden Felsbrocken und Hohlräume verbarg nicht gerade leichter gemacht hat. Zudem versperrten uns Höhe Sträucher die Sicht, so konnten wir im ersten Moment auch keinen Weg ausfindig machen. Endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit hatten wir wieder geschotterten Boden unter den Stollenreifen. So machten wir noch eine kurze Spritztour über die Berge um Primosten und begaben uns dann wieder Richtung Camp.

 

05.05.2016
Fahr freier Tag und Vorbesprechung für den KRKA Enduro Raid

KRKA Enduro Raid

KRKA Enduro Raid 2016

06.05.2016
Erster Tag des KRKA Enduro Raids

Der erste Renntag begann schon im Morgengrauen. Um einen guten Startplatz zu ergattern hatten wir uns schon um 6:00 Uhr auf den Weg nach Primosten gemacht. Start war um 7:00 Uhr und wir waren in der achten Starter-Reihe. Die Fahrer wurden nacheinander mit Ihrer Nummer zum Start aufgerufen. Dann mussten wir unsere Enduros zum Start vor schieben und abwarten bis wir an der Reihe waren. Nach dem Start (alle drei Minuten 5 Fahrer) ging es aus der Stadt mehr oder weniger direkt auf in die Pampa.

Wenige Kilometer später standen wir in der ersten Hard-Section schon im Stau. Endlich die eigentliche Sektion in Sichtweite, stellte sich heraus dass „nur“ zwei Felsstufen in die eigentliche Sektion führten. An der sich aber schon die Spreu vom Weizen trennte und wir deshalb fast 20 Minuten in der prallen Morgen-Sonne warten mussten. Die erste Prüfung überstanden hieß es Kilometer machen bis zur nächsten  Passage. So ging es die kompletten ca. 160 km Tagestour weiter, abwechslungsreiches Gelände mit den Easy- Medium- und Hard-Sektionen die durchaus fordernd waren. Gefühlt war die ein oder andere Medium-Sektion durch die schiere Länge doch anstrengender als Beispielsweise die Hard-Sektion zuvor. Mittag gab es dann noch ausgiebig zu Speisen um gestärkt die restlichen 70 km abzuackern. Nach Ankunft am Ziel (Adriatiq Hotel Zora Primosten) war nur noch die Motocross-Challenge am Strand zu absolvieren und dann gab es das verdiente Bier.

Fazit des Tages:
Nachdem die meisten Fahrer die Hard-Sektionen ab dem Morgen mieden waren diese auch ohne weitere Stauungen gut zu bewältigen. Alles in allem war der KRKA Enduro Raid am ersten Fahrtag mit seinen abwechslungsreichen Sektionen und der landschaftlichen Augenweide durchaus sehr gelungen. Einzig die teils langen Asphalt-Abschnitte waren nicht mein Geschmack, lässt sich aber auf die Strecke wahrscheinlich nicht vermeiden. Da diese größtenteils durch private Olivengärten führen. Die gesamte Strecke war sehr gut mit Flatterbändern gekennzeichnet, so konnte man keine Sektions-Einfahrt übersehen und durchaus die Strecke komplett ohne GPS bewältigen.

KRKA Enduro Raid Primosten Karte Map

 

07.05.2016
Zweiter Tag des KRKA Enduro Raids

Auch am zweiten Tag hieß es früh aufstehen um eine gute Startreihe zu ergattern. Nach dem Start sofort in die nächste Passage. Ähnlich wie am Vortag waren die knapp 150 km mit vielen Abwechslungen gespickt. Von Steilauffahrten, Singletrials bis hin zu lang läufigen Schotterpisten auf denen auch gerne Gas gegeben wurde. Natürlich immer hintermalt von atemberaubender Landschaft. Wir holten noch einmal alles aus uns raus, mussten dennoch eine Medium Sektion aus lassen, da uns die Kräfte zwischenzeitlich verließen. Die letzte Hard-Passage nahmen wir jedoch noch mit um unsere Ehre zu wahren 😉

Nach Ankunft im Ziel wurde natürlich noch ausgiebig gefeiert.

KRKA Enduro Raid Primosten Karte Map

FMB-Moto Fazit zum KRKA Enduro Raid 2016

Ein Spaßiges Event mit vielen Teilnehmern, vermittelt auch Hobby-Enduristen einen Gewissen Renn-Flair. Die malerische Landschaft mit gut angelegtem Streckenverlauf hat Fahrerisch für mich keine Wünsche offen gelassen. Für jeden war etwas dabei beim KRKA Enduro Raid, auch für das Auge, mit weitläufigen Bergpanoramen. Für mich als Hard-Enduro Fahrer waren die Hard-Passagen das persönliche Highlight. Bei denen man Fahrerisch durchaus an seine Grenzen kam. Die Gute Organisation mit Essen und Getränken zur Mittagspause, waren zur Stärkung ein wichtiger Bestandteil und durchaus sehr bekömmlich.

Leider muss ich sagen dass sich jeder, zu denen auch wir zählten. Welche sich an beiden Renntagen durch alle Hard-, Mid- und Soft-Passagen gequält hatten um sonst die Mühe machten. Da nur jeweils 2 Passagen pro Renntag und zusätzlich die Cross-Strecke am Stand des Hotels mit Zeit gewertet wurden. Es wurde also nicht der belohnt der sich die Mühe machte alles zu fahren. Wer auf ein Treppchen scharf war hat einfach die kürzeste Strecke zu den Zeit-Passagen genommen. Ist danach gleich zur Zeitwertung an den Hotelstrand und konnte sich am Sonntag auf die Schulter klopfen.

Nichts desto trotz war es für mich eine gelungene Enduro Woche beim KRKA Enduro Raid, mit einem gewissen Rennflair. Spaß gemacht hat es alle mal, nur Steine kann ich die nächste Zeit keine mehr sehen.

[Gesamt:12    Durchschnitt: 4.7/5]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.