KTM 2 Takt Einspritzer mit TPI (Transfer Port Injection) KTM XC-W TPI ab Mai vorgestellt Sherco Beta Husqvarna GasGas TPI (Transfer Port Injection)

KTM 2 Takt Einspritzer von KTM ab Mai vorgestellt

2 Takt Einspritzer, es war ein offenes Geheimnis, aber schließlich wurde bestätigt was wir alle erwartet hatten. Die elektronische Einspritzung für 2-Takt-Modelle erreicht KTM. Auch von Seitens Sherco wurde im Jahr 2014 also ganze drei Jahre früher schon einmal in diese Richtung entwickelt. Diese Pläne wurden aber offensichtlich nach Desinteresse der Öffentlichkeit wieder verworfen. So ist nach der Euro 4 Einführung 2017 auf jeden Fall Handlungsbedarf der Sportenduro-Herstellern gefragt. 

Quelle:www.dirtbikemagazine.com

Mit dem Inkrafttreten von Euro4 Anfang 2017 und hohen Auflagen die Schadstoffgase zu beschränken hat dies die Hersteller zu drastischen Maßnahmen in ihrer Produktion gezwungen. Wenn sie Ihre Sportenduros auch in Zukunft noch zulassungsfähig verkaufen wollen, müssen gerade die 2-Takter immens an Umweltfreundlichkeit gewinnen. Die Euro 4 Norm hat bereits bei KTM  die ersten Opfer gefordert: EXC 125 KTM und Husqvarna TE 125 sind ab 2017 nicht mehr für öffentliche Straßen zulassungsfähig.

Jedoch sind die 2-Takter mit größeren Hubraum noch zulassungsfähig, wenn auch aufs äußerste gedrosselt um den Abgas- und Schall-Emissionen gerecht zu werden. Was allerdings spätestens mit der in Kraft Setzung der Euro5 Norm 2020 ein Ende finden wird. Der Motor der 250 und 300 Modelle, welcher in der Basisversion mit einem Mikuni oder Keihin-Vergaser ausgestattet ist. Wird allerdings die Emissionen nicht mehr auf Euro 5 Norm reduzieren können.
Die Entwickler in Mattighofen sitzen schon seit mehreren Jahren an einem neuen Triebwerk um genau dies zu verhindern. Hier werden in Zukunft gerade die 250 und 300er Modelle der EXC-Reihe mit einem Einspritzsystem ausgestattet um der Euro 5 Abgasnorm gerecht zu werden.

Die Gerüchteküche um die 2 Takt Einspritzer brodelt

Von denen wir, Gerüchten zu folge, eine Beta-Version mit Vergaser sehen könnten welche von Lars Enöckl und Andres Lettenbichler diese Saison beim Erzbergrodeo und anderen Enduro-Rennen gefahren wird, welches ein perfektes Testfeld für den neuen Motor abgeben würde (Quelle:http://www.enduropro.com).
Dieser „neue“ Motor wird also wenn auch noch mit Vergaser mit etwas Glück bereits in der Modellreihe EXC gegen Juni das erste mal bei Rennen zu sehen sein. Ggf. in diesem Jahr auch mit neuen Chassis und revolutionären WP-Fahrwerk. Ein Jahr später dann wird man dann Technisch vollständig darauf vorbereitet sein, also so gegen 2018 auf die hoffentlich ausgereifte 2-Takt-Einspritzung umsteigen zu können. Welche die CO2 und Kohlenwasserstoff-Werte um bis zu 56% reduzieren soll, um den künftigen Ansprüchen unserer Freunde in Brüssel zu genügen.
Ein interessantes Detail ist,  der E-Starter wird in den Motorblock eingebaut werden um so künftig noch besser vor Schmutz und Schlamm geschützt zu werden.

Quelle:www.enduropro.com

 

TPI als Zweitakt-Konzept

KTM wird die 2 Takt Einspritzer unter der Bezeichnung TPI (Transfer Port Injection) vermarkten. Am 15. Mai findet die offizielle Erstpräsentation statt.

Joachim Sauer, Produkt- und Marketing-Manager bei KTM erklärt:
«Das ist eine aufregende Entwicklung für KTM. Wir haben bereits geraume Zeit an der Zweitakt-Einspritzung gearbeitet. Das Ziel war es, konkurrenzfähige Motorräder mit all den Vorzügen der Einspritzung zu konstruieren und gleichzeitig unserem Slogan ‚READY TO RACE‘ gerecht zu werden. Wir haben sehr viel Forschungs- und Entwicklungsaufwand betrieben und haben es nun zur Marktreife gebracht. Wir freuen uns auf das neue Lineup des Jahres 2018 mit den KTM – Modellen 250 EXC TPI und KTM 300 EXC TPI.»“In Europa werden die Modelle ab dem Frühsommer in den Läden stehen. In den USA und in Kanada erwarten wir die Auslieferung des Modells 250 XC-W TPI im Spätherbst», erklärte Sauer.
(Quelle:www.speedweek.com)

 

Vorteile der Einspritzung in den 2-Takt-Modellen liegen auf der Hand.

  • Reduzierter Verbrauch
  • Kein Öl Kraftstoff-Gemisch
  • gleiche Leistung in allen Bedingungen
  • Enspricht Euro4 und künftigen Abgasnormen

Einerseits hat man eigentlich abgesehen von der Euro4 Norm nur die 10 Minuten Zeitersparnis beim Ümbedüsen als Vorteil.
Die volle Leistung ist auch trotz Einspritzung nicht legal eintragbar.

 

Ergeben sich bei der 2-Takt Einspritzung nicht eher mehr Nachteile?

  • Anfällige Elektrik
  • Anfällige Mechanik (verstopfte Düsen, verstopfte und kaputte Benzin-Pumpen wie auch schon bei den 4-Taktern oft der Fall)
  • Insgesamt mehr Gewicht
  • Umprogrammierarbeiten der Steuergeräte für anderes Abgassystem (falls das überhaupt möglich sein wird)
  • Erhöhter Neupreis?? Irgenwie müssen die Entwicklungskosten auch wieder rein kommen.

Was meint Ihr zu diesem Thema?
Seht ihr da auch Eher das geringe Kampfgewicht der 2-Takter in Gefahr oder Überwiegen doch die Vorteile der Benutzerfreundlichkeit?
Lasst mich an eurer Meinung Teil haben und schreibt mir diese unten in die Kommentarbox.

 

2-Takt Einspritzung es riecht nach Mikuni

Ob KTM hier wohl eine Eigenentwicklung in kooperation mit z.B. Mikuni den 2 Takt Einspritzer wagt bleibt bis zur Vorstellung des ersten Modells abzuwarten.  Was allerdings Fakt ist, dass die Bombardier-Rotax GmbH schon im Jahr 2000 bzw. 2001 ein Patent übe ein „Kraftstoffeinspritzsystem für einen Zweitaktmotor“ eingereicht hat und damit nicht der einzige ist. Denn viele Patente in Richtung 2Takt Einspritzung sind schon angemeldet.

Hier ein Beispiel der Bombardier-Rotax GmbH

Veröffentlichungsnummer US6691649 B2
Veröffentlichung Erteilung
Anmeldenummer US 09 / 906.759
Veröffentlichungsdatum 17. Febr. 2004
Eingetragen 18. Juli 2001
Prioritätsdatum 19. Juli 2000
Gebührenstatus Bezahlt
Auch veröffentlicht unter CA2354311A1 , US20020011223
Erfinder Günter Zauner, Michael Seyrl
Ursprünglich Bevollmächtigter Bombardier-Rotax GmbH
Zitat exportieren BiBTeX , EndNote , RefMan

Dort  heißt es in der Zusammenfassung.

Ein Verbrennungs wird zwei Taktmotor offenbart. Der Motor weist ein Kurbelgehäuse mit einem Zylinder geeignet ist, einen Kolben aufzunehmen. Mindestens einen Übertragungskanal in Verbindung steht das Kurbelgehäuse zu dem Zylinder. Mindestens einen Brennstoffinjektor durch eine Wand des Überströmkanals angeordnet sind. Der Kraftstoffinjektor ist so positioniert, Kraftstoff tangential zum Zylinder einzuspritzen.

(Quelle: http://www.google.de/patents/US6691649)

 

Bei einer erweiterten Suche nach Patenten für Kraftstoffeinspritzanlagen für Zweitakt – Verbrennungsmotoren ist aufgefallen dass hier doch schon einige vorliegen und vom Ansatz her doch sehr unterschiedlich sind. Wer interesse hat kann sich auch gerne selbst auf die Suche machen, und wer mag auch unten in der Kommentarzeile eine Diskussion darüber beginnen.

 

Einspritzanlagen-Nachrüstsätze für 2 Takter

Auch die Zubehör-Hersteller bleiben in dieser Richtung nicht untätig, so hat Athena zum beispiel einen Nachrüstkit für gängige 2-Taktmodelle entwickelt. bei dem man durch den Tausch des Zylinders auf eine Art Niederdruck-Direkteinspritzung umbauen kann. Dieser Kit verbessert nicht nur die Abgas- und Verbrauchswerte sondern steigert im Vergleich zum Vergaser die Leistung um bis zu 12%. Eine kurze Beschreibung seitens Athena seht Ihr unten im Video.

(Quelle:AthenaSocial)

Das Patent zum Nachlesen findet ihr HIER

Quelle: Google Patents

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