Bike Guide: Beta Xtrainer 300 Technik Test

Beta Xtrainer 300 Bike Guide

Beta Xtrainer 300 Technik Test

Beta Xtrainer 300 Technik-Check

Mit einem Listenpreis von ca. 6500€ ist die Beta Xtrainer 300 (Crosstrainer) eine absolute Kampfansage an den Enduro Giganten und derzeitigen Marktführer KTM.
Angepriesen wurde sie als die KTM – Freeride – Alternative und bereichert zu dem die Produktpalette des renomierten Enduro- und Trailmotorrad Herstellers Beta um ein komplett eigenes Segment.

Eingeführt im Sommer 2015 soll diese Enduro nicht nur Einsteigern und ambitionierte Hobby-Enduristen, sondern auch diejenigen begeistern, die Ihren Lieblingssport auf ein komplett neues Level bringen wollen.

Die Erwartungen vor allem seitens der eigeschworenen Hard-Enduro Gemeinde sind hoch, da will ich nicht zu weit ausholen und komme gleich zum wesentlichen…..

Gewicht

Die kompakte und mit 99kg (Beta RR300 mit 104kg) unglaublich leichte Bauweise, wurde nach offiziellen Angaben, unter anderem durch einen von Grund auf neu konstruierten Perimeterrahmen mit verschraubten Kunststoffheckansatz und gewichtsoptimierten Anbauteilen erreicht.

Wenn man sich den von Beta bereitgestellen Ersatzteilkatalog mit Explosionszeichnungen etwas genauer zu Gemüte führt, stellt man schnell fest dass die Fahrwerksingenieure von R16V Suspension, um bei der Xtrainer weiteres Gewicht zu sparen, nur im rechten Standrohr der 43mm Upside Down Gabel eine Feder vorgesehen haben. Diese Seite fungiert dann als „rebound“ oder Zugstufenseite.

Motor & Charakteristik

Der 300 ccm Beta Motor, der aus der bewährten RR300 übernommen und mit geänderten Steuerzeiten der Ein- und Auslasskanäle, einen für Drehmoment optimierter Auspuffanlage und Zündkurve, bietet die Xtrainer laut Diagramm eine absolut lineare Leistungsentfaltung bei kontantem Drehmoment aber genug Leistungsreserven im oberen Bereich.
Die Leistung der Beta Xtrainer 300 ist im Vergleich zur Beta RR 300 bei weitem Linearer gehalten, Sie hat trotzdem mit knapp 40Ps ausreichend Reserven um auch mal über die Crosspiste zu heizen.

Wie auch in der RR300 zu sehen hat die Xtrainer eine sogenannte Vollwangen-Kurbelwelle was neben dem Lichtmaschinenrotor, der als eigentliche Schwungmasse dient, zusätzlich an Masse und somit Drehmoment bringt.

Erklärung allgemein zur Vollwangen-Kurbelwelle:
Vollwangen-Kurbelwellen sind bei hochverdichteten Zweitaktmotoren gerne im Einsatz, da sie das Volumen im Kurbelgehäuse verkleinern und die Sogwirkung des Kolbens unterstützen. So wird das Benzin-Luft-Gemisch besser beschleunigt, sozusagen vorverdichtet und durch die Überströmer in den Zylinder gesaugt. Ein netter Nebeneffekt ist, wie schon erwähnt, die höhere Schwungmasse die dem Motor ein plus an Drehmoment verleiht.
Damit die Kurbelwelle durch den Pleuelbolzen und das Pleuel keine Unwucht bekommt, haben diese neben dem Pleuellager Bohrungen zum Gewichtsausgleich in den Wangen.

Anbauteile

Schwinge, Felgen und Bremsanlage wurden ebenfalls aus den RR-Baureihen übernommen, um die Ersatzteilbeschaffung wie gewohnt einfach zu gestalten.

Fahrwerk

Das Fahrwerk mit einer 43mm Upside-Down Gabel und einem eigens entwickelten Federbein mit progessiver Hebelei kommen aus dem Hause R16V Suspension (OLLE‘ shock absorbers), wurden eigens für die Beta Xtrainer 300 entwickelt und haben zu einem hohen Maße an der Gewichtsreduktion beigetragen.
Die Gabel der Beta Xtrainer wird mit einem SAE15 Gabelöl befüllt, was aufgrund der Viskosität im Gegensatz zur Beta RR 300 mit einem SAE6,1 für ein eher strafferes Setting spricht, was auch ein Probesitzen bestätigt hat.

Wie bei der Kategorie Gewicht schon angemerkt ist die Gabel mit nur einer Gabelfeder sehr gewichtsoptimiert ausgeführt. Dass die Ingenieure vorallem auch mit der Zeit gehen, spricht auch dass je eine Seite der Gabel für Zug- und Druckstufe verantwortlich ist und die Einstellbarkeit der Druck- und Zugstufe nur von oben stattfindet.

Die durch das neue Fahrwerk um ca. 20mm niedrigere Sitzposition wirken sich vorallem für kleinere Piloten im selektiven Gelände sehr positiv auf das Handling und die Fahrbarkeit aus, wobei die Bodenfreiheit von 320mm immer noch die gleiche ist wie bei der RR 300.

Den FMB-Moto Bericht zu Gabel und Federbein-Alternativen findet Ihr hier

Bike Guide Beta Xtrainer 300 Fahrwerk Marzocchi Öhlins Fox 640x480

Starteinrichtung des Motors

Den Kickstarter hat die Beta Xtrainer aus Gewichtsgründen auch hergeben müssen. Obwohl Sie in jeder Situation mit dem E-Starter gut anspringt, wird der Hard-Enduro erfahrene Pilot nicht darauf verzichten wollen.
Zum Glück gibt es den Kickstarter, anders als z.B. bei der KTM Freeride 350 oder Freeride 250R, als Kit für ca. 200 Euro zum Nachrüsten.

Getrennt-Schmierung

Das Mischen des Benzin-Öl-Verhältnisses, was für viele Einsteiger und zum Teil auch Hobbyfahrer an 2-Takt Enduros abschreckend war, wurde von Beta seit der Einführung der Xtrainer 2015 auch bei den RR-Modellen mit einer elektronischen Ölzufuhr gelöst.
Diese stellt drehzahlabhängig immer eine korrekte Ölmenge zur Verfügung die bei einem Verhältnis von ca. 1:100 liegt, wodurch das Verrußen durch thermische Überfettung und das Qualmen bei langen niedertourigen Fahrten auf ein minimum reduziert wurde.
Dieses System kann zur weiteren Gewichtsreduktion auch komplett entfernt werden wobei der Zugang am Vergaserflansch dann auch verschlossen werden und wie bei der Beta RR300 Racing ein Mischverhältnis von 1,6% oder 1:60 im Benzintank hergestellt werden muss.

Knackpunkte

Als einzigen „Schwachpunkt“ kann ich auf den ersten technischen Blick nur die Kupplungsarmatur anführen, die sich geringfügig schwerer betätigen lässt als bei der vergeichs-RR300 und diese ist vergleichsweise schwergängiger als bei z.B. einer KTM EXC 300.
Was aber auf langen Steilhang- oder Singletrailfahrten sich evtl. als Nachteil für die Kupplungshand herausstellen könnte. Mehr dazu bei „Auf den Zahn gefühlt“.

Was auf den ersten Blick noch auffällt ist der optische Eindruck im direkten Vergleich zur KTM Freeride. Wo bei der Freeride bis ins Detail auf „Schönheit“ geachtet wird, ist bei der Beta eher eine Zweckmäßigkeit zu erkennen, was jedoch auf die Qualität keinen Einfluss nimmt allerdings evtl. einen interessierten potentiellen „orangen“ Käufer nicht aus der KTM-Familie argumentiert. Auch wenn die Preise für sich sprechen.



Auf den Zahn gefühlt

Schwere Betätigung der Beta Xtrainer Kupplung

Leider hat die Xtrainer eine, wenn auch nur geringfügig schwerer zu betätigende Kupplung als die RR300, die ich zum Vergleich hatte. Wobei diese schon schwerer zu betätigen war als bei z.B. einer KTM EXC 300

Laut Ersatzteilkatalog wurden in der Kupplung der Xtrainer und der RR 300 Kupplungsfedern mit der gleichen Ersatzteilnummer verbaut, somit kann man dies als Grund der vergleichsweise schweren Betätigung des Kupplungshebels ausschließen.
Allem Anschein nach wurde die Kupplungsarmatur gegen eine mit größeren Wirkdurchmesser getauscht, was den merklich höheren Kraftaufwand erklären würde.
Auffällig ist, dass die Kupplungspumpe bei der Beta Xtrainer 300 die Original-Ersatzteil-Nummer (OEN) 020.35.120.80.00 und zum Vergleich die leichtgängigere Kupplungsarmatur der Beta RR 300 die OEN 020.35.020.00.00 hat.

Den FMB-Moto Bericht zur Kupplung findet Ihr hier

Beta Xtrainer Kupplung schwergängig Beta Xtrainer Kupplung lässt sich schwer ziehen Beta Xtrainer Kupplung vergleich mit Beta RR300


Testbericht Beta Xtrainer 300

Ein Bericht über den Beta Xtrainer 300 Test folgt in Kürze…..


Beta Xtrainer Ersatzteile und ihre Beschaffung

Da die Xtrainer bis auf den Rahmen von der Beta RR300 abstammt dürfte man ohne weiteres auf das Ersatzteilpacket der RR zurückgreifen können. Solltet ihr jedoch nicht sicher sein, einfach kurz über die Kontaktseite anmailen oder ein Kommentar hinterlassen und ich suche euch das passende dann raus.


Jetzt kommst du!!

Weist du noch wissenswertes zum Thema? Über deine Tipps und Erfahrungen würde ich mich sehr freuen, schreib sie mir einfach unten als Kommentar.


Beta Xtrainer 300 und Beta RR 300 technische Daten im Vergleich

Beta Xtrainer 300 Beta RR 300
Fahrwerk
Rahmen perimetrischer Rahmen aus CrMo Stahl mit Doppelschleife auf Hoehe des Auslasskanals CrMo Stahl mit Doppelschleife auf Hoehe des Auslasskanals
Radstand 1467 mm 1482 mm
Gesamtlänge 2157 mm 2172 mm
Gesamtbreite 802 mm 807 mm
Gesamthöhe 1245 mm 1270 mm
Sitzhöhe 910 mm 930 mm
Bodenfreiheit 320 mm 320 mm
Anbauhöhe Fußrasten 390 mm 407 mm
Trockengewicht (vo ; hi) 99kg (vorn 48kg hinten 51kg) 104kg (vorn 50kg hinten 54kg)
Tankinhalt 8,5 L 9,5 L
Davon Reserve 1,5 L 1,6 L
Öltank 650ccm (650 ml) k/a
Kühlsystem 1,3 L 1,3 L
Gabel Hydraulisch USD mit Ø43mm Standrohr Hydraulisch USD mit Ø48mm Standrohr
Federung Hinten Monoshock mit progressiver Hebelei Monoshock mit progressiver Hebelei
Hub Stoßdämpfer 110 mm 135 mm
Federweg vorn 270 mm 290 mm
Federweg hinten 270 mm 290 mm
Bremse vorn Scheibe Ø 260mm mit schwimmender Doppelkolbenzange Scheibe Ø 260mm mit schwimmender Doppelkolbenzange
Bremse hinten Scheibe Ø 240mm mit schwimmender Einkolbenzange Scheibe Ø 240mm mit schwimmender Einkolbenzange
Felge vorn 21×1,6 – 36 Speichen 21×1,6 – 36 Speichen
Felge hinten 18×1,82 – 36 Speichen 18×1,82 – 36 Speichen
Reifen vorn 80/100-21 80/100-21
Reifen hinten 140/80-18 140/80-18
Motor
Typ 1 Zylinder, 2-Takt, LC 1 Zylinder, 2-Takt, LC
Bohrung 72 mm 72 mm
Hub 72 mm 72 mm
Hubraum 293,1 ccm 293,1 ccm
Verdichtung 11,3:1 (11,3bar) 11,3:1 (11,3bar)
Auslasssteuerung System BPV System BPV
Starter Elektrisch (Kicker opt.) Elektrisch (Kicker opt.)
Zündung Kokusan AC-CDI Kokusan AC-CDI
Zündkerze NGK GR7CI8 NGK GR7CI8
Einlasssteuerung Nebenschlussmembran Nebenschlussmembran
Schmierung Gemisch durch el. Pumpe Gemisch durch el. Pumpe
Vergaser Keihin PWK 36 Keihin PWK 36
Kupplung Mehrscheiben Ölbadkupplung Mehrscheiben Ölbadkupplung
Primärantrieb Zahnrad 28:70 Zahnrad 28:70
Getriebe 6 Gang-Klauengetriebe 6 Gang-Klauengetriebe
Endantrieb Kette Kette
Sekundärantrieb 13:50 k/a
Getriebe Öl SAE 10W40 SAE 10W40
[Gesamt:59    Durchschnitt: 3.9/5]

12 Comments

  1. Hallo ,
    Vielen Dank für die Informationen.
    Ich möcht mir die Xtrainer gerne kaufen. Ich bin 176,78 kg und fahre mit meinen Freunden im Wald und Steinbruch recht sportlich. Ich bin Anfänger und habe jetzt ein Jahr eine KTM 640 LC4 gefahren. Das war viel,zu schwer und zu groß für mich. ich kam zwar mit, aber ich habe auch oft gelegen.
    Zur Wahl stehen nun also für mich nun nur KTM 350 EXC-F oder eben Beta als viertakter bzw. die Xtrainer als zweitakter. Der Preis und die Wartungskosten sind ja auch ein Argument. Und eine Zulassung möchte ich wegen der Versicherung.

    Was glaubst du ist die Xtrainer für mich als Anfänger geeignet?
    Kann ich mit den EXC ’s meiner Freunde mit fahren?

    Vielen Dank wenn du mir ein par Argumente geben könntests.

    Viele Grüße

    Andreas

    • Hallo Andreas,
      ich gehe jetzt einfach mal davon aus dass du nicht 176,78kg, sondern 76,78kg für dein Gewicht angeben wolltest.
      Nachdem ich deine Fahrweise und deinen Trainingsstand leider nicht kenne, kann ich auch nur allgemeine Punkte ansprechen.

      Jetzt zu deiner Fage:
      Beim Enduro Kauf hast du natürlich immer die Qual der Wahl.
      In erster Linie kannst du dir die Entscheidung welche Enduro es werden sollte auf ein paar wesentliche Punkte reduzeiren.

      Zweitakter sind vom Wartungsaufwand und den Nebenkosten sehr überschaubar und brauchen auch keine großen Schrauberkenntisse für z.B. Kolbenwechsel.

      Vierktakter her besser wenn du auf Traktion fahren willst, wobei die Xtrainer diese Lücke wieder schließt.

      Zweitakter im allgemeinen, musst du eher etwas zügiger fahren da es ihnen sonst an Drehmoment fehlt wenn du zu langsam wirst (bei der Xtrainer ist dass schon besser). Dafür sind sie auch erheblich leichter.

      KTM Enduros sind eher auf Power und Spitzenleistung getrimmt, was Gelegenheits-Enduristen schnell überfordert.

      Beta Enduros sind mehr auf Drehmoment von unten raus getrimmt was dir viel Traktion und Kontrolle bietet.

      Die Beta Xtrainer hat zwar nur 39PS dafür ist diese auch in allen Lebenslagen kontrollierbar. Kostet nur schlappe 6500€ ist aber Wegen dem Fahrwerk etwas verpöhnt.

      Die KTM 350 EXC-F hat ordentlich Power, aber was hilft dir dass wenn es dich überfordert. Kostet stolze 9400€, ist dafür gut verarbeitet und das Fahrwerk KTM Typisch gut. Allerdings halte ich persönlich nichts vom PDS Federbein.

      Die Beta 350 RR besitzt einen sanften Motor mit genug Power und ein gutes Fahrwerk. Kostest im vegleich zur Xtrainer auch noch 8950€ ist aber auch noch nicht ganz so gut verarbeitet wie die KTM.

      Aus eigener Erfahrung kann ich dir die Xtrtainer nur ans Herz legen. Viele sagen zwar dass das Fahrwerk bei schnellerer Fahrweise nicht gut sei, was ich aber bisher nicht feststellen konnte. Zeit macht man eh nur in den Hard-Passagen gut 😉
      Auch dass die Ersatzteilversorgung (Brems- und Kupplungshebel etc.) für KTM besser wäre, halte ich auch für ein gerücht.
      Da Beta wie KTM mittleiweile sehr verbreitet sind und auch nur Nissin oder Brembo Bremsanlagen in den Enduros verbaut sind.

      Bei mir war einfach der Kaufpreis von 6500€ inkl. Kickstarter-Kit ausschlaggebend. Zu den 9400€ was die KTM 350 EXC-F, oder 8950€ die Beta RR 350 kosten würde, kommen ja auch wieder Krümmerschutz, Kühlerschutz usw. dazu.
      Im Endeffekt muss jeder für sich entscheiden wass er Kauft.
      Meine Philosophie ist aber… Auch mit dem besten Material und mangelnder Übung wird man nicht schneller.

  2. Super !
    Danke für deine Stellungnahme.
    Ich glaube die Xtrainer ist für mich genau das richtige.
    Allein das Gewicht und der Preis machen es sehr syphatisch.

    Wir fahren eigentlich fast nur langsame Strecken , also recht steile Hänge für die man Anlauf braucht, dann langsam weiter über Felsen oder Wurzeln und Baumstämme mit engen Kehren.

    Das sollte damit zu lösen sei. Die 640 hat sehr viel Dampf, aber war nicht besonders wendig und zudem mit 165 Kg sehr schwer.
    Ich habe die 350 EXC ich einige Zeit gefahren, ein Unterschied wie Tag und Nacht!

    Evtl fahre ich die Xtrainer bei Kiederowski auf einer Strecke noch mal Probe, aber ich glaube jetzt schon das sie es werden wird.

    Einziger Nachteil ich bin in unserer kleinen Gruppe dann der einzige Nicht-KTM-ler.
    Was in Bezug auf technische Kenntnisse, Wartung und Ersatzteilbeschaffung natürlich ein Nachteil sein könnte.

    • Für Steilhänge, Felsen und Wurzeln ist die Xtrainer wie geschaffen. Sollte dir der Schwung ausgehen kannst du einfach ohne die Kupplung zu ziehen runter schalten.
      War bei meiner EXC von 2013 nicht so einfach, da das Getriebe recht hackelig war. Im Gegensatz dazu lassen sich die Beta Getriebe Butter weich schalten.

      Probefahren würde ich auf jeden Fall empfehlen, und wegen deinen orangen Kumpels mach dir keine sorgen. Ich hab auch schon einige zu Beta bekehrt 😉

  3. Ach so Kickstarter Kit ja oder nein?
    Motor und Kühlerschutz?
    Hanguards doch auf jeden Fall oder?
    Übersetzung ist für Enduro (also ehr Trialartig) ok?

    • Kickstarter würde ich auf jeden Fall dazu nehmen.
      Es gibt nichts ätzenderes als im Steilhang, oder einem Singletrail zu stehen, die Batterie quittiert den Dienst und du hast keinen Kicker.

      Motorschutz ist bei der Xtrainer aus Kunststoff dabei, den aus Alu habe ich mir gespart (Gewicht und so…)
      Kühlerschutz auf jeden Fall dazu kaufen, kostet nur knapp 100€.
      Der Kühler wird sonst nur von der Kunststoff-Verkleidung geschützt. Erschien mir etwas labrig.

      Die Sekundärüberseztung ist fürs Enduro fahren optimal. 13:50 ist die gleiche Sekundärübersetzung wie bei der 300er RR.

      Ich hatte im Mai beim KRKA-Raid knapp 600km auf die Xtrainer geschliffen.
      Im gegensatz zur EXC 250 (2013), die ich vorher hatte, auch nie das Gefühl dass es mir an Power von unten fehlt.

  4. Servus,

    mich interessiert die Xtrainer auch sehr.
    Meine Frage, da ich im Unkreis um mein Haus etwas im Wald und Feld unterwegs sein will, ist es mit der XT möglich auch Strassenetappen zu fahren. Würde ja dann vorkommen, dass ich unterwegs bin und dann auch 20km oder so wieder über Strasse heim muss. Oder auch von einem Einstieg zum anderen. Würde also 50:50 Strasse und Wald schätzen. Auf der Strasse sollten es dann aber auch 90 km/h sein um nicht zu behindern. Macht das wohl der Motor mit? Oder im Sommer auch mal 10kmnin die Arbeit.
    Bin früher 610er Husqvarna gefahren. Die mochte das nicht so.

    • Hallo Thorsten,
      Vorweg schon einmal ein gutes neues Jahr.

      Die Xtrainer bekommt man schon für die Straße zugelassen. Allerdings ist sie dann aufs Äußerste gedrosselt dass die Abgas- und Geräuschentwicklung die geltende Norm nicht übersteigt.

      Solltest du eine Enduro haben wollen die du auch im Straßenverkehr nützen kannst, dann würde ich dir eine 350er 4-Takt empfehlen.

      Motortechnisch ist es bei den Enduros überhaupt kein Problem diese auf der Straße zu fahren.

      Im Gelände werden die ohnehin mehr beansprucht.

  5. Servus.
    Ich habe mir auch ne XTrainer zugelegt (2015er modell)
    Mich würde sehr interessieren was ich alles technisch verändern muss um den ansprüchen vom tüv gerecht zu werden.
    Ich würde mich über eine detaillierte antwort sehr freuen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Andi

    • Hallo Andi,
      Grundsätzlich hat die Beta Xtrainer beim Neukauf eine Straßenzulassung und entrechend auch 2 Jahre TÜV.
      Beim Neukauf ist die Xtrainer bei den meisten Händlern als „Wettbewerbsmaschine“ ausgezeichnet.
      Was bedeutet dass Sie alle Relevanten Teile die für eine StVo-Zulassung benötigt werden nicht verbaut sind.
      Diese Teile befinden sich in einem Kit welcher dir beim Kauf der Xtrainer vom Händler ausgehändigt werden müssen.
      Da ich davon ausgehe dass du deine Privat gekauft hast zähle ich dir die Bestandteile einmal auf.

      Dazu gehören
      – Krümmer mit KAT (für Leistungs- und Geräuschminderung)
      – Reduzierung für den Luftfilterkasten (für Leistungs- und Geräuschminderung)
      – Bedüsungsset für den Vergaser (um die Abgaswerte in Verbindung mit dem KAT und der Ansaugluftreduzierung auf EU3 Niveau zu bekommen)
      – Kettensatz mit eingetragener Überseztung (soweit ich mich erinnere 14:50)
      – Blinker für vorne und hinten inkl Blinkerschalter
      – Lange Kennzeichenhalterung mit Katzenauge und Kennzeichnenbeleuchtung
      – Ein Umbaukit für den Seitenständer, dass sobald das Moped vom Ständer genommen wird dieser selbstständig einklappt

      Für TÜV musst du auch noch beachten
      – Reifen mit Straßenzulassung müssen aufgezogen sein (zumindest mit M&S Kennung)
      – Abblend und Fernlicht müssen funktionieren.
      – Bremslicht mit Vorder- und Hinterradbremse separat prüfen
      – Rücklicht prüfen
      – Speichen sollten fest sitzen
      – Seitenständer MUSS selbstständig einklappen (je nach Prüfer Killkriterium)

      Das ist soweit alles was mir auf Anhieb einfällt. Bei weiteren Fragen wird schnellst möglich gerne geholfen.

  6. Hallo,
    fahre seit 1,5 Jahren eine X Trainer und ich bin immer noch begeistert von der Handlichkeit die sie bietet.
    Bin voher KTM EXC 400, EXC 300 und 449 TE gefahren.
    Meine Kumpels haben die X-Trainer am Anfang belächelt nach dem Motto – Mädchenmotorrad aber mittlerweile denken sie anders und wollen Sie immer Probefahren.
    Bin 187cm groß und wiege knapp 90kg.
    Nachdem ich die Feder gewechselt und härteres Gabelöl eingefüllt habe ist sie perfekt für mich.
    Habe noch Kupplungsnehmer sowie Kühler, Bremsscheiben und Birnenschutz montiert.
    Das einzigen Manko sehe ich in der Tankgröße da unsere Trips in der Regel um die 100km gehen.
    Nehme im Moment PET Flasche mit 1,5 Liter Sprit mit da der grössere Tank einfach zu teuer ist.
    Was an meienr X-Trainer nervt ist das nach ca. 5 Fahrtagen die Baterie vom Tacho leer ist- hab den Fehler noch nicht gefunden!
    Grüße Ecki

  7. Servus, hab mit Begeisterung diesen Test gelesen.
    Ich möchte im Frühjahr mit dem Endurosport beginnen und suche eine gute und günstige Maschine für den Anfang.(Feldwege, Wald und Steinbruch) Hatte vorher Yamaha R6, Gsxr 600, XT 660 X…
    Mein ortsansässiger Betahändler hat mir aufgrund meiner Größe und meines Gewichts von der X Trainer abgeraten. (182cm, 105 Kg)
    Er meinte ich solle dann lieber seine gebrauchte Beta RR 250 nehmen…mmmhhhh bin da aber skeptisch.
    Wollte mal eure Meinung hören…Danke schon mal…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.